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Was ist ein passives Gebäude?

Was bedeutet der Begriff Passivhaus eigentlich genau? Diese Gebäude verfügen über einen niedrigen Heizenergiebedarf.

Passivhäuser verbrauchen innerhalb eines Jahres höchstens 15 kWh/m², was 1,5 m³ Gas pro 1 m² entspricht.

Der Primärenergieverbrauch in solch einem Gebäude darf 120 kWh/m²Jahr für Heizung, Warmwasser und Strom für Wohnzwecke nicht übersteigen. In bereits bestehenden Wohngebäuden beträgt hingegen der Energieverbrauch allein für Heizzwecke sogar bis zu 120 kWh/(m²Jahr). Der Energiebedarf im passiven Bauwesen ist demnach acht Mal geringer als bei herkömmlichen Gebäuden.

Das passive Bauwesen beruht im wesentlichen auf der Minimalisierung der Energieverluste.

Jede Bauphase ist von großer Bedeutung, angefangen mit der Auswahl des geeigneten Grundstücks über die Bauplanung, bis hin zu den anscheinend nebensächlichsten Arbeiten, wie z. B. der Einbau der Fensterbänke. Ein Passivhaus verfügt insbesondere über eine hervorragende Wärmeisolierung zum Schutz vor Wärmeverlusten.

Passivhaus - besondere Eigenschaften

Die gesamte Außenfläche eines Passivhauses ist luftundurchlässig, Der Wärmeübergangskoeffizient U der Wände hingegen muss weniger als 0,15 W/(m²K) betragen. Ein wichtiges Element solcher Häuser sind die Fenster. Durch undichte Fenster können sogar bis zu 30 % der Energie aus unserem Haus entweichen. Deshalb darf der zulässige Wärmedurchgangskoeffizient bei Fenstern einen Wert von Uw= 0,80 W/(m²K) nicht überschreiten. Ein Passivhaus ist oft mit einem Erdwärmetauscher und einem Rekuperator ausgerüstet. Diese Anlagen ermöglichen eine Rückgewinnung der Wärme aus der Ventilation, wodurch die Energieverluste um 75 – 90 % gesenkt werden. Immer beliebter werden auch Sonnenkollektoren. Die durch diese Kollektoren gewonnene Energie kann für die Brauchwassererwärmung genutzt werden. Darüber hinaus können 25 – 35 % der Energie für Heizzwecke verwendet werden.

Die große Anzahl an Verglasungen, sowohl in Form von Fenstern als auch Glasfassaden, mag bei Passivhäusern überraschend anmuten.

Glasflächen werden bei solchen Häusern überwiegend auf der Südseite angesiedelt. Auf der Nordseite hingegen werden sie auf ein Minimum reduziert, denn hier ist der Wärmegewinn aus der Sonneneinstrahlung für gewöhnlich ziemlich gering. Moderne Energiesparfenster tragen wesentlich zur Verringerung von Wärmeverlusten bei und ermöglichen eine maximale Beleuchtung des Innenraums mit natürlichem Tageslicht. Darüber hinaus kann mit ihrer Hilfe kostenlose Sonnenenergie für die Raumbeheizung gewinnen.